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Bericht von Marie Wigger am 05.10.2016
Ich kann mich noch genau an den Tag erinnern, an dem ich für den Austausch angenommen wurde. Ich war so glücklich und von da an wurde ich von Tag zu Tag aufgeregter! Obwohl ich jetzt schon seit zwei Monaten hier in Tomball bei meiner Gastfamilie bin, kann ich es immer noch nicht fassen.
Dank Gerda Riddermann und der Arbeit des Vereins wurde ich sehr gut auf diese Erfahrung vorbereitet und ich bin so dankbar für das, was mir ermöglicht wird!
Die vermutlich aufregendste Zeit vor dem Austausch war, als ich zum ersten Mal Kontakt mit meiner Gastfamilie Kontakt aufnehmen konnte. Ich habe fast jeden Tag mit meiner Gastschwester geschrieben und vor der Abreise habe ich einmal mit meiner Gastfamilie geskypt, was mir ein bisschen die Aufregung genommen hat, weil wir uns sofort sehr sympathisch waren!
Am Tag vor dem Abflug war ich so aufgeregt wie noch nie in meinem Leben zuvor! Ich habe kaum ein Auge zugemacht und um ehrlich zu sein war die Stimmung in meiner Familie auch ein bisschen angespannt, weil jedem erst jetzt richtig klar wurde, dass man sich für eine so lange Zeit nicht sehen wird.
Am Flughafen in Houston (nach elf Stunden Flug) wurde ich dann super lieb von meiner Gastfamilie empfangen und als ich in meinem neuen zu Hause angekommen bin, haben sie mir das Haus und mein Zimmer gezeigt, das meine Gastmutter und Gastschwester super schön dekoriert haben, sodass ich mich sofort wohl gefühlt habe!
Die ersten Wochen waren sehr komisch, da man mit all diesen Leuten, die man kaum kennt, in einem Haus lebt. Außerdem kennt man den typischen Tagesablauf nicht, frühstückt man getrennt oder zusammen, mache ich meine Wäsche selber, um wieviel Uhr muss ich aufstehen, …?
In der ersten Woche habe ich mit meiner Gastfamilie einen Ausflug nach San Antonio in den Freizeitpark Six Flags unternommen.
Nach einem Monat habe ich mich aber richtig eingelebt und liebe meine Gastfamilie als wären sie meine eigene!
Eine weitere sehr anstrengende Zeit waren außerdem die ersten zwei Schulwochen. Ich habe mich ständig verlaufen, kannte niemanden, wusste nicht wie der Unterricht aufgebaut ist und hatte teilweise Schwierigkeiten, den Südstaatenakzent von einigen meiner Lehrer zu verstehen. Natürlich kommt in solchen Tagen auch mal Heimweh auf, aber ich habe viel mit meiner Gastschwester unternommen und bin auch darüber hinweggekommen.
Die Schule macht mir jetzt Spaß und ich habe schon jetzt so viele nette Leute kennengelernt.
Mein typischer Schultag besteht folgenden Fächern:
Theatre
 Biology
 Pre-Calculus (Mathe)
 Orchestra
 Anatomy & Physiology
 English
 US History
Eins kann ich jedoch mit Sicherheit sagen: Egal wie man sich die Zeit und Schule hier vorstellt – es ist anders! Es ist kein bisschen so, wie man es sich vorstellt!
Eine weitere tolle Erfahrung hier war außerdem das erste Footballspiel, das ich gesehen habe und Homecoming. Der Spruch “Everything is bigger in Texas“ trifft hier definitiv zu, es hat total Spaß gemacht, war aber auch total verrückt! Zu Homecoming haben sich alle schick angezogen, wozu manche Jungs sogar eine Limousine gemietet haben, mit der sie ihr Homecoming-Date abgeholt haben. Die Schule war passend zum Motto “James Bond 007“ geschmückt und man hat das sonst bekannte Schulgebäude kaum wiedererkannt.
Jetzt, wo der Oktober begonnen hat, sind alle im Halloween-Fieber und die Häuser werden teilweise schon einen Monat vorher geschmückt. Außerdem wird es (endlich!) ein wenig kühler draußen, da es im August hier sehr warm und schwül ist.
Ich kann dem Verein und allen Leuten, die mir das hier ermöglichen gar nicht genug danken und rate jedem, der über diese Erfahrung nachdenkt, sich definitiv für diesen Austausch zu bewerben!
Egal welche Zweifel ihr habt, es ist die Erfahrung auf jeden Fall wert und ich versichere euch, dass es ein ganz besonderes Jahr wird, das ihr nie in eurem Leben vergessen werdet!
Marie Wigger